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Die Desertifikation des Aralsees

Wo liegt der Aralsee?

Der See liegt in Zentralasien an der Grenze zwischen Kasachstan und Usbekistan. Aus jedem dieser Länder entspringt jeweils ein Zufluss, der im Osten des Aralsees mündet. Einen Abfluss hat der See jedoch nicht.

Was passiert mit dem Aralsee?

Seit den 60er Jahren trocknet der See aus. Dies ist eine der größten anthropogenen, also durch Menschen verursachten, Umweltkatastrophen, die schwerwiegende Folgen haben kann.

Der Wasserstand sank zunächst dadurch, dass nah an der Quelle der beiden Zuflüssen des Aralsees große Wassermengen zur exzessiven Bewässerung von eigentlich sehr trockenen Feldern entnommen wurden, sodass am Ende nur noch eine kleine Wassermenge am See ankam.

Da immer mehr Wasser verdunstet, kommt es nach und nach zu einer Versalzung des Sees, wodurch dort keine Fische mehr Leben können und so auch keine Fischerei betrieben werden kann.

Der See verdunstet schneller als zunächst vermutet wurde, weil der Aralsee ein relativ flacher See ist und somit viel Wasser an der Oberfläche erhitzt wird und somit verdunstet. Durch diese Verdunstung verliert er immer mehr an Fläche, die durch Desertifikation dort entstandene Wüste nennt sich Aralkum.

Wie wird er sich entwickeln?

Der Aralsee liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan

Der Aralsee liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan

Es könnte passieren, dass der Aralsee in Zukunft noch stärker austrocknet und am Ende nur noch Wüste an der Stelle ist, an der früher mal ein riesiger See war. Außerdem sollte man vor allem den Anbau von Baumwolle, die sehr viel Wasser benötigt, einstellen, dass die Zuflüsse mehr Wasser bis zu ihrer Mündung, dem See, führen.

Was werden die Folgen der Entwicklung für das Umland bedeuten?

Durch die Übernutzung der Fläche rund um den Aralsee durch die Bewirtschaftung von Weideland und Ackerbau, kam es zu einer Bodenerosion, die den Boden unbrauchbar macht. Dadurch, dass der Boden nun stark abgetragen wurde, setzt schnell die Desertifikation ein und die Wüstenfläche wird immer größer.

Der Boden kann nun nicht mehr für Land- oder Viehwirtschaft genutzt werden, sodass die Menschen, die im primären Sektor gearbeitet haben, ihre Arbeit nicht mehr verrichten können.

Fazit

  • Maßnahmen zur Erhaltung ergreifen
  • Zuflüsse nicht mehr so stark nutzen
  • Baumwollanbau einstellen
  • Vieh- und Landwirtschaft nur in Gebieten, die die Voraussetzungen dafür haben
  • dem See mehr Tiefe geben, dass er nicht so schnell verdunstet